Lehrer Hans-Georg Grawisch ist verstorben

Vor kurzem erreichte uns die Nachricht, dass der gewesene Rekascher Lehrer Hans-Georg Grawisch am 18. November 2004 im Alter von 83 Jahren verstorben sei. Er wurde am 7. Juni 1921 in Neusiedel a. d. Bega (Uiwar) geboren. Nach seiner Ausbildung als Lehrer und nach den schweren Kriegsjahren lehrte er ein Jahr lang an der Volksschule seines Heimatortes. Danach wurde er in Alexanderhausen als Schulleiter eingesetzt, wo er die Lehrerin Margarete Kratochwill heiratete. In Alexanderhausen wollte er sein Heim einrichten, was ihm aber wegen des damaligen politischen Regimes nicht gewährt wurde.  Im Juni 1951 als die „Staatsfeinde Rumäniens“ in die Baragan-Steppe verschleppt wurden, befand sich Grawisch zwar nicht auf der „Schwarzen Liste“, aber die Familie lebte in ständiger Angst deportiert zu werden. Da er ständig von den Behörden mit Verhören sehr schikaniert wurde, beschloss die Familie, im August desselben Jahres ihr Heim zu verlassen. Hans Grawisch zog mit seiner Frau und den zwei Kindern nach Rekasch, wo er eine Stelle als Lehrer an der deutschen Schule fand. 1952 ist er in das Amt des Schuldirektors ernannt worden. Im August 1955 konnte die gesamte Familie Grawisch wieder nach Alexanderhausen zurückkehren. Hier war Hans Grawisch bis zu seiner Aussiedlung im Jahre 1977 als stellvertretender Schulleiter tätig. Von 1977 bis 1984, als er in den Ruhestand trat, unterrichtete Hans Grawisch an der Pestalozzi-Schule in Göppingen.

Februar 2005                                                                               Anton Zollner