Die Ergebnisse der Volkszählung vom April 2002 in der Republik Serbien
(Quelle: Statistisches Amt Serbiens - Die Mitteilung Nr. 295- SN 31, von 30. Dezember 2002.)

Im April 2002 wurde in der Republik Serbien, einschließlich der Autonomen Provinz Wojwodina eine Volkszählung durchgeführt. Wegen der derzeitigen politischen Lage in der Teilrepublik der jugoslawischen Föderation Montenegro und in der serbischen Provinz Kosovo (die zur Zeit von der UNO verwaltet wird) fand dort keine Volkszählung statt. Im Vergleich zu den Daten der vorletzten Volkszählung von 1991 war jetzt ein starker Rückgang der deutschen Bevölkerung festzustellen.

Die Vergleichsdaten lauten wie folgt:

Die Zahl der Deutschen in Serbien:          im Jahr 1991                  im Jahr 2002            Verluste in Prozente
(ohne der Provinz Wojwodina )                   1.299                               747                        -42,49 %

Zahl den Deutschen in der Wojwodina
(ohne Serbien)                                              3.873                            3.154                        -18,56 %

Daraus ergibt sich für das Jahr 2002 eine Gesamtzahl der in der Republik Serbien mit ihrer Autonomen Provinz Wojwodina lebenden Deutschen von 3.901 Personen. Im Jahr 1991 waren es noch 5.172 Personen deutscher Volkszugehörigkeit. Demnach ist ein Rückgang um 1.271 Personen oder 24,5 Prozent festzustellen.

Im Jahr 1991  betrug die Zahl der Deutschen in der Republik Montenegro 124 und in der Provinz Kosovo 90 Personen.

Die Statistik zeigt, dass heute 80,85 Prozent der Deutschen aus dem heutigen Serbien in der Autonomen Provinz Wojwodina leben. Die gesamte Einwohnerzahl der aus 45 Kommunen bestehenden Provinz Wojwodina beträgt heute 2.031.992 Personen, und somit stellen die Deutschen hier einen Bevölkerungsanteil von nur 0,19 Prozent.

Die Gemeinden der Wojwodina, in denen heute mehr als 100 Deutsche leben, sind:

  1. Neusatz (Novi Sad) : im Jahr 1991: 411, - im Jahr 2002: 410 Deutsche (Verlust: -0,024%)
  2. Sombor : im Jahr 1991: 384, - 2002: 339 ( Verlust :-11,71 %)
  3. Mariatheresiopel (Subotica): im Jahr 1991: 208, - 2002: 272 (Zuwachs : +30,76 %) !
  4. Pantschowa (Pancevo): im Jahr 1991: 309, - 2002: 227 (Verlust: -26,53 %)
  5. Groß-Betschkerek (Zrenjanin): Im Jahr 1991: 358, - 2002: 181 (Verlust: -49,44 %)
  6. Abthausen (Apatin): im Jahr 1991: 198, - 2002: 159 (Verlust: -19,69 %)
  7. Wolfsburg (Kula): im Jahr 1991: 172, - 2002: 158 (Verlust: -8,13 %)
  8. Werbaß (Vrbas): im Jahr 1991: 136, - 2002: 127 (Verlust: -6,61 %)
  9. Werschetz (Vrsac): im Jahr 1991: 194, - 2002: 113 (Verlust: -41,75 %)
10. Palanka (Backa Palanka) im Jahr 1991:112, - 2002: 102 (Verlust: -8,92 %)

Es gibt noch fünf Gemeinden in der Wojwodina, in denen heute mehr als 50 Deutsche leben. Diese sind Batsch (Bac): 89, Mitrowitz (Sremska Mitrovica): 87,  Karlowitz (Sremski Karlovci): 71 Groß-Kikinda (Kikinda): 69,  Hodschag (Odzaci): 63. In weiteren 30 Gemeinden der Wojwodina leben weniger als 50 Deutsche.

Die Zahlen sprechen für sich. Ein Zuwachs in den größten Gemeinden, in denen mehr als 100 Deutsche leben, ist nur in Mariatheresiopel/Subotica zu verzeichnen, nämlich um +30,76 Prozent!

Als Deutscher bin ich traurig wegen dieser Verluste (-18,56%) in der Wojwodina. Als Vorsitzender des Deutschen Volksverbandes mit Hauptsitz in Subotica bin ich aber zufrieden mit diesem Zuwachs von +30,76 Prozent in Gemeinde Subotica. Jetzt zeigt sich, dass alles, was unser Verband macht, Ergebnisse hat. Unsere deutschsprachige Rundfunksendung „Unsere Stimme“, unsere Bibliothek, unsere Jugendtheatergruppe, unser „Lorelei“-Chor, das „Edelweiss“-Musiktrio; wir im Verband sollen uns bei allen diesen Abteilungen des Deutschen Volksverbandes für diesen Zuwachs in Subotica  bedanken.

Für die Ziele des Deutschen Volksverbandes, das heißt für die Erhaltung der deutschen Identität, müssen wir uns auch weiterhin einsetzen, damit wir, Deutschen, hier, in der Wojwodina tapfer zu unserem Deutschtum stehen und wir uns als solche bekennen. Dafür werden wir unermüdlich weiter kämpfen! Können wir das? Die Zahlen der letzten Volkszählung aus der Gemeinde Mariathereisopel/Subotica und Umgebung sprechen deutlich dafür.

                                                                                                            Rudolf Weiss
                                                                                                            Vorsitzender des Deutschen Volksverbandes