Die Lippaer Kirche ist sanierungsbedürftig

Die römisch-katholische Kirche aus Lippa befindet sich zur Zeit noch immer in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Der damalige Pfarrer László Wonerth ergriff schon 1996 die Initiative, die Kirche zu renovieren. Eine Bedingung aber war, dass 20 bis 30 Prozent der Renovierungskosten von den einheimischen und ausgewanderten Pfarrkindern durch Spenden gedeckt werden sollen. Den Hauptanteil der Finanzierung hätte in diesem Fall das Osteuropahilfswerk gesichert. Bedauerlicherweise sind bei dieser Spendenaktion statt des erwarteten Prozentsatz nur 1 (ein -!) Prozent der veranschlagten Summe eingegangen. Das Geld ist damals auf ein Sparbuch gelegt worden, um damit einige kleine Verschönerungsmaßnahmen durchzuführen. Trotz des damaligen Versprechens, die Spender über die Verwendung der Gelder zu informieren, war davon nichts mehr zu hören. Laut einer Information aus der „Banater Zeitung“ vom 23. Februar 2005 wurden die Spendengelder für die Renovierung von den zwei Steinsäulen am Eingang zur Kirche und für die Errichtung einer Behindertenauffahrt zum Eingang verwendet.

Nachdem Pfarrer Wohnerth zum Wirtschaftsdirektor der römisch-katholischen Diözese von Temeschburg ernannt wurde, folgte ihm als Pfarrer Beniamin Palie, der nach  meinen persönlichen Erfahrungen mit den Geldern der Pfarrei sehr misstrauisch umgegangen ist, indem er für die kassierten Beträge keine Belege aushändigte. Aber auch sonst kannte man ihn nicht als einen ansprechbaren Amtsträger der Kirche.

Im September 2004 hat Attila Ando das Amt des Lippaer Pfarrers übernommen. Der im Landkreis Arad geborene Priester studierte 1989-93 in Karlsburg (Siebenbürgen) Theologie, danach setzte er bis 2000 sein Studium an der Päpstlichen Universität „Gregoriana“ in Rom fort. Während dieses Studiums erhielt er die Diakonweihe in Rom und 1996 von Bischof Sebastian Kräuter die Priesterweihe in seinem Geburtsort Klein-Iratosch (heute: Dorobanti). Nach seinem Studium besetzte er eine Kaplanstelle in Temeschburg. Pfarrer Ando betreut nun seelsorgerisch außer Lippa noch 12 gewesene Banater Pfarreien, wie auch weitere 10 Ortschaften, die Filialen waren. Sehr wichtig ist, dass Ando zu den wenigen Pfarrern gehört, die heutzutage noch ihr Amt in drei Sprachen ausüben: Ungarisch, Deutsch und Rumänisch.

Pfarrer Ando möchte die Sanierungspläne László Wonerths übernehmen und sie durchführen, wofür auch der Kirchenrat seine Zustimmung gegeben hat. Man wollte im Frühjahr 2005 mit der Anschaffung der Materialien für die Dachreparatur beginnen, dem die Sanierung des Kirchturms folgen sollte. Leider sind seit der Initiative Wonerths zehn Jahre vergangen, in denen die Mitglieder der Lippaer Pfarrgemeinde ärmer geworden sind und die nach Deutschland ausgewanderten Lippaer mehrheitlich mit kleinen Renten auskommen müssen. Wegen dieser Lage hat sich auch die Heimatortsgemeinschaft (HOG) Lippa mit einem Spendenaufruf in diese Aktion eingeschaltet und bittet die einstigen Lippaer Pfarrkinder um finanzielle Unterstützung für die Sanierung der katholischen Kirche und für die Instandhaltung des katholischen Friedhofs. Die Bankverbindung für diesen Zweck ist: HOG Lippa – Konto-Nr. 4844947 – BLZ 660 908 00 bei der BB-Bank Baden-Baden.
Die Kontaktadresse der Lippaer Pfarrei ist: Parohia romano-catolica – Str. B. P. Hasdeu 2 – RO-315400 LIPOVA, Arad – Telefon: 0040/257/56 12 38 – Telefax: 0040/257/56 30 30 – E-Mail-Adresse: ando_attila@yahoo.de  -

Juli 2005                                                                                                                        Anton Zollner